Am 19.07.2006 hat der “Strategierat ||| Wasserstoff Brennstoffzellen” eine
Nationalen Entwicklungsplan für Deutschland vorgestellt: “Innovationsprogramm Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie.” Die Wasserstoffwirtschaft wird in dem 15-Seiten-Dokument mit drei Zeilen bedacht:
“Mit dem
Entwicklungsplan des Strategierates soll die Markteinführungsstrategie des Brennstoffzellen Bündnisses Deutschland aus dem Jahr 2004 fortgeschrieben, aktualisiert und konkretisiert werden.”
Das Brennstoffzellen
Bündnis wird von den Energieversorgern und Ferngasgesellschaften dominiert. Damit ist sichergestellt, dass kein Wasserstoff in die Erdgasleitungen kommt. Es handelt sich um eine Strategie zur Verhinderung einer solaren
Wasserstoffwirtschaft, wie sie auf dieser Seite als
beschrieben ist.Der Strategierat leitet sein Mandat von einem Auftrag ab, den er nach eigenen Angaben anlässlich eines “Parlamentarischen Abends” am 08.05.2006 empfangen
hat. Die Durchführung und Überwachung der Vorschläge übernimmt der Strategierat gleich selbst. Er “koordiniert und verantwortet”. Man könnte das auch einen Putsch nennen, den wer die Macht über die Energiepolitik hat,
hat die Macht im Staate.
Damit stellen sich mindestens zwei Fragen: (a) Brauchen wir überhaupt noch eine Regierung und (b) Warum gehen wir noch zur Wahlurne? Hat Hermann Scheer recht, wen er schreibt, dass die
fossile Energiewirtschaft mit Demokratie unvereinbar sei?
Bitte beachten Sie auch, dass die Fortschreibung der fossilen Energiewirtschaft durch den Strategierat früher oder später ihr Leben kosten wird, oder das Ihrer
Kinder und Enkel. Das ist den Akteuren aber völlig egal.
Abschließend kann festgestellt werden, dass die Bundesregierung immer noch keine Wasserstoff-Politik hat. Dafür gibt nun eine “Anti-Wasserstoff-Politik” der
Energiewirtschaft - unter tätiger Mithilfe des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellenverbandes e. V. Damit wird der glimmende Docht endgültig ausgetreten