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Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle |
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© Karl-Heinz Tetzlaff |
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Der weltweite Kasino-Kapitalismus besitzt eine gewaltige Zuchtrute. Damit werden besonders die armen Länder gezüchtigt. Der I
nternationale Weltwährungsfonds (IWF) war ursprünglich dazu gedacht, den in Zahlungsschwierigkeiten geratenen Ländern Geld zu leihen. Nun ist es inzwischen so, dass Zahlungsschwierigkeiten
nicht überwiegend aus realen ökonomischen Gründen entstehen, sondern durch spekulative schnelle Kapitalströme verursacht werden. IWF und Weltbank sind natürlich bereit, Geld auszuleihen, wenn die
Bedingungen des WTO (World Trade Organisation) erfüllt werden. Daher ist die WTO-Mitgliedschaft eine Art Zwangsmitgliedschaft. Da die USA bei der WTO ein Vetorecht haben, müssen die
in Schwierigkeiten geratenen Staaten also immer alle Bedingungen akzeptieren, die die Weltmacht sich so ausdenkt.Wenn Staaten die WTO-Regeln nicht akzeptieren, gibt es kein Geld. Kein Geld bedeutet
kein Öl, kein Öl bedeutet, dass alle Räder einer Volkswirtschaft sofort stillstehen. Das bedeutet, dass .... Deshalb läuft das immer so:
“du brauchen Geld, wir dir leihen, wenn du machen das und das, sonst ...” Wenn diese Länder in die Lage versetzt würden, ihren eigenen Treibstoff vom Acker herzustellen, dann käme jede Menge Sand in das
Räderwerk von WTO und IWF. Ohne Öl wäre die WTO also ein Papiertiger. Durch eine solare Wasserstoffwirtschaft mit Biomasse wären die Staaten nicht mehr erpressbar. Sie könnten die Spielregeln
zur Teilnahme am Welthandel selbst bestimmen. So sind die heutigen reichen Staaten auch zu ihrem Reichtum gekommen. Nun, auf dem Höhepunkt ihrer Macht, stoßen sie die Leiter weg, auf der sie aufgestiegen
sind. Das ist nicht gerade die “feine englische Art”. |
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Mit unseren subventionierten Agrarexporten zerstören wir die ländlichen Existenzen in der Dritten Welt. “Das ist Aggression gegen
Entwicklungsländer”, wie die zuständige Bundesministerin (2007) richtig festgestellt hat. Die westlich Welt gibt für diesen Krieg etwa 1 Mrd. Euro pro Tag (!) aus. Das ist mehr als für alle heißen Kriege
zusammen! Wie verheerend die Agrarexporte sind, kann man an der Verslummung der Städte und an den Migrantenströmen gen Westen ablesen.Dabei ist gerade der Abbau dieser strukturellen Gewalt
gegen Entwicklungs- und Schwellenländer für uns von großer Bedeutung, denn jede Beziehung, die auf Vertrauen gebaut ist, ist eine Friedensbeziehung. Durch die Wertschöpfung aus der eigenen Region
werden sich die armen Länder zu reichen und gleichberechtigten Partnern entwickeln, die gerne bei uns einkaufen. Die Stärkung der regionalen Wirtschaft ist daher eine kraftvolle Antwort auf die außer Rand
und Band geratene Globalisierung. Die britische Hilfsorganisation, ChristianAid, hat ausgerechnet, dass die afrikanischen Länder seit Öffnung ihrer Märkte 210 Mrd. € verloren haben. Ohne diese Verlust
könnten diese Länder sofort alle Schulden bezahlen. Wenn wir unsere Landwirte mit der Produktion von Energie beschäftigen, sollte es uns leicht fallen, den Agarterror gegen die Entwicklungsländer
einzustellen. Wir können das auch. Das Potenzial der Biomasse aus der Landwirtschaft reich aus, um alle atomaren Energien zu ersetzen - in Deutschland und Europa und den meisten Ländern der Welt. In einer
solaren Energiewirtschaft korrespondieren die Energiepreise mit dem Lohnniveau der ländlichen Bevölkerung. So wird es in armen Ländern auch niedrigere Energiepreise
geben. Das ist eine gute Voraussetzung für Entwicklung. Heute ist es genau umgekehrt: Die ärmsten Länder müssen die höchsten Energiepreise zahlen und dazu hohe Zinsen für Kredite, die sie wegen Öl aufgenommen haben.
Wie die Wirtschaftswissenschaften belegen, sind durch den entfesselten Kapitalismus nach dem Zusammenbruch des kommunistischen Gegenbildes die Armen noch ärmer geworden und die Reichen noch reicher.
Faktisch wurde also dass Gegenteil dessen erreicht, was die WTO versprochen hatte. Die Weltbank konnte nicht umhin, in ihrem Weltentwicklungsbreicht von 2003 diesen Missstand
anzuerkennen. Ein Lösungsansatz, um diesen verhängnisvollen Trend umzukehren, ist nicht in Sicht. Ideologien von links oder rechts helfen da nicht weiter. Offensichtlich gibt es keine einfachen politischen Lösungen. Die Finanzkriese von 2008 hat die Schere zwischen Arm und Rech weiter geöffnet.
Die auf diesen Seiten ausgebreitete solare Wasserstoffwirtschaft ist daher mehr als eine technische Anleitung zur Erschießung neuer Energiequellen und zur Kostensenkung. Sie wird die Bretton Woods
Institutionen entmachten und Weltmächte vom Sockel stoßen. |
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Die klammheimliche Weltregierung |
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Erpressungsritual |
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Sand ins Räderwerk von WTO und IWF schütten |
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Mit Energie vom Acker nicht mehr erpressbar |
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“Wir haben in den letzten 10 Jahren einer Handvoll weißer Männer erlaubt, ihre privaten Interessen zu kosmischen Gesetzen zu
erklären.” Vandane Shira, Trägerin des alternativen Nobelpreises, 2005 |
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Allein unser Agrarkrieg ist verheerender als alle heißen Kriege zusammen! |
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Schulden bei Lichte besehen |
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Bio-Energie ist eine gute Bedingung für Entwicklung |
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Wenn die Reichen noch reicher und die Armen noch ärmer werden, bedeutet das nichts Gutes |
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Die auf Öl gebaute Weltherrschaft wird zusammenfallen wie ein Kartenhaus |
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