Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle

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© Karl-Heinz Tetzlaff

Reale Vision von grünem Wasserstoff

Vision hat gemeinhin die Bedeutung von Utopie. Hier gibt es nur eine vage Vorstellung von Zukunft. Der Weg zu diesem Ziel ist gänzlich unbekannt. Aus diesem Stoff sind die Zukunftsromane gemacht.

Eine reale Vision ist im Grunde genommen gar keine Vision. Bei einer realen Vision lässt sich das Ziel genau angeben, es ist mit technischen und ökonomischen Daten genau beschreibbar. Auch der Weg zu diesem Ziel ist im Hier und Jetzt begehbar. Eine solche reale Vision ist eine nachhaltige Energieversorgung aus der Landwirtschaft mit Hilfe von Wasserstofftechnologien. Aus diesem Stoff kann unsere Zukunft gebaut werden.

Es ist also eher eine Strategie “weg vom Öl” oder ein Klimaschutzprogramm als eine Vision. Mit anderen Worten: ein planbares Projekt.

Visionen bestimmen unser gesellschaftliches Handeln in der Gegenwart. Das gilt in Familien ebenso wie in der großen Politik. Unser Handeln ist um so erfolgreicher, je größer der Realitätsgehalt solcher Visionen ist.

Eine Energiegewinnung aus einem schwarzen Loch, wie bei Kohle, Öl und Gas, ist eindimensional, weil es nur die Dimension Energie hat. Eine biologische Energiegewinnung ist mehrdimensional wie das Leben selbst. Vor allem der Einfluss auf die Landwirtschaft und die Außenpolitik ist groß. Weil die Landwirte durch Energieproduktion ein hohes und gesichertes Einkommen haben werden, ist z. B. eine subventionierte Überproduktion von Nahrungsmitteln nicht mehr nötig . Das allein ist schon ein eigenständiges Ziel, denn mit den Exportsubventionen in Höhe von 1 Mrd. €/Tag, zerstört die westliche Welt die Lebensgrundlagen der 3. Welt (Bundepräsident Kohler).

Es handelt sich also nur vordergründig um eine Vision von billiger Energie und Wohlstand. Hintergründig ist es eine Vision von Frieden, Gerechtigkeit und Bewahrung der Schöpfung. Deshalb ist es sachdienlich, gesellschaftspolitische Folgen dieser technischen Revolution auf dieser Website ebenfalls darzustellen.

Nach dem heutigen Stand der Technik sind von allen nachhaltigen Primärenergieressourcen, mit Biomasse die niedrigsten Energiepreise erzielbar . Es gibt natürlich Synergie-Effekte mit anderen regenerativen Energien, die an der grünen Wasserstoffwirtschaft gegen Ende des Ausbaus 2030, einen Anteil von etwa einem Drittel erreichen werden. Atomare und fossile Energien sind in einer Wasserstoffwirtschaft nicht wettbewerbsfähig, auch dann nicht, wenn man die externen Kosten außen vor lässt. Diese Aussagen ist bezogen auf Europa mit speziellem Fokus auf Deutschland. Vermutlich gelten sie überall dort, wo eine Landwirtschaft möglich ist. Global gesehen, übersteigt das Potential den Bedarf um zwei Größenordnungen

Die Energie-Ingenieure denken bei Biomasse spontan an Abfall und Dreck, jedenfalls an etwas Unangenehmes,  Rückständiges und Vergangenes. Sie können es nicht glauben, dass ausgerechnet mit Biomasse die Zukunft der solaren Energiewirtschaft beginnen soll.

So etwas geht natürlich nicht mit den Technologien von gestern, sondern nur mit hocheffizienten Wasserstofftechnologien.

aktualisiert am 06.04.2009

Die solare Wasserstoffwirtschaft ist ein planbares Projekt.

An der Verslummung der Metropolen in armen Ländern hat die Subventionierung unserer Landwirtschaft einen bedeutenden Anteil.

Eine nachhaltige Energiewirtschaft sichert unsere Zukunft ohne Krieg.

In einer solaren Wasserstoffwirtschaft mit Biomasse müssten die atomar/fossilen Energien subventioniert werden. Auch die traditionelle Stromerzeugung mit Erneuerbaren Energien wäre nicht wettbewerbsfähig.