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© Karl-Heinz Tetzlaff

Naturschutz mit Bio-Wasserstoff

Der stereotype Vorwurf von Naturschützern in Bezug auf Energiepflanzen lautet stets: Monokulturen, Pestizide, chemischer Dünger. Es ist sicher nicht böswillig gemeint. Der Vorwurf ist vielmehr durch Mangel an Informationen entstanden. Bei sachgerechter Betrachtung gibt es einen positiven Zusammenhang von Bio-Wasserstoff und Naturschutz. Wie auf der Seite “Energiepflanzen” nachzulesen ist, bedeutet die Produktion von Bio-Wasserstoff sogar eine Aufwertung der biologischen Boden- und Landschaftsqualität. Sicher wird manches gewöhnungsbedürftig sein, z. B., dass man im Herbst und Winter kein freies Schussfeld mehr haben wird, auch dass manche Energiepflanzen deutlich höher wachsen als der Weizen. Die größere Artenvielfalt und eine abwechslungsreiche Landschaft ist das ganze Jahr ein Refugium für Wildtiere, auch für ganz kleine. Auch eine Landschaft ohne Hochspannungsmasten ist ein Gewinn.

Einige Leute sehen in der Nutzung von Biomasse eine Gefahr für Naturschutzgebiete. Das Gegenteil ist richtig. Um die Artenvielfalt in Natur- und Landschaftspflegegebieten, z. B. Mooren, zu erhalten, ist eine gezielte Entnahme von Biomasse nötig. Wenn damit Erlöse erzielt werden können, kommt das direkt dem Naturschutz zugute.

Der hier ziemlich hoch angesetzte Preis für Biomasse wird zu einer stärkeren Entnahme von Holz aus dem Wald führen. Im Moment ist es so, dass doppelt so viel Holz nachwächst als entnommen wird. Wir werden den Wald künftig aufgeräumter, aber nicht leer geräumt vorfinden. Ob man künftig neue Schutzregeln für den Wald braucht, werden die Fachleute herausfinden. Das Biomasse-Potenzial für eine Energie-Vollversorgung ist auch ohne Holz groß genug. Da mit einer Bio-Wasserstoffwirtschaft die Ursachen für das sogenannte Waldsterben entfallen, wird der Wald schneller wachsen als bisher und einen gesünderen Eindruck machen. Grund genug sich für diese Art der nachhaltigen Energieversorgung einzusetzen.

Insgesamt ist festzustellen, dass wir uns trotz Energie aus der Landwirtschaft längerfristig viel mehr Naturschutzgebiete leisten können als wir heute haben. Auch die Ausweitung des ökologischen Landbaus für Nahrungsmittel wäre bei gegebener Nachfrage möglich. Allein aus Natur- oder Umweltschutzgründen ist der ökologische Landbau allerdings nicht länger zu rechtfertigen. Der Anbau von Energiepflanzen nach dem Zweikulturnutzungssystem ist dem ökologischen Landbau überlegen. Eine derartige Qualität gab es nie zuvor in der Landwirtschaft.

aktualisiert am 09.04.2009

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Eine nachhaltige emissionsfreie Energiewirtschaft ist ein Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung

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