Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle

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© Karl-Heinz Tetzlaff

Investitionen für eine solare Infrastruktur

Die komplette Umstellung der heutigen Energie-Infrastruktur auf eine Wasserstoffwirtschaft erfordert gigantische Investitionen in die neue  Infrastruktur. So ist das in der “veröffentlichten Meinung” nachzulesen. Das stimmt sogar, wenn man davon ausgeht, dass es eine separate Tankstellen-Infrastruktur neben dem Erdgasnetz geben muss.

in einer echten Wasserstoffwirtschaf ist das Erdgasnetz die Tankstellen-Infrastruktur. Eine Tankstelle hat dann einen “Hausanschluss wie jerer andere Verbraucher auch. Für die komplette Umstellung der heutigen energiewirtschaft auf eine nachhaltige Energiewirtschaft mit Wasserstoff als Sekundärenergieträger, sind folgende Investitionen erforderlich.

Kostenart

Invest. [Mrd. €]

280 Wasserstoff-Fabriken je 500 MW zu 150 €/kW

21

Zusätzliche Kosten für Brennstoffzellenheizungen

0

Ertüchtigung und Erweiterung des Gasnetzes (5-20 Mrd.€)

13,0

Tankstellenausrüstung

1

Summe

35

Natürlich ist hier berücksichtigt, dass etwa die Hälfte der Privathaushalte und nahezu 100% der gewerblichen Wirtschaft bereits an das Erdgasnetz angeschlossen sind. Auch die erforderlichen 10.000 Tankstellen werden den Wasserstoff per Leitung beziehen. Investitionen sind dann nur für die Verdichter und die kleinen Hochdrucktanks zu tätigen (für 700 bar-Versorgung). Die Gesamtinvestition für eine typische Tankstelle werden niedriger sein als heute. Man könnte deshalb auch 0 € veranschlagen. Ein neuer Heizkessel für Wasserstoff, der auch Strom liefert, kostet voraussichtlich weniger als ein herkömmlicher Heizkessel, der nur Wärme macht. Ähnliches gilt auch für die Industrie. Aus diesem Grunde sind hier keine zusätzlichen Investitionen veranschlagt.

Eine Gesamtinvestition in eine grüne Energiewirtschaft von ca. 35 Mrd. € ist viel Geld. Man muss solche Summen aber in Relation zur gesamten Energiewirtschaft sehen. Allein die Investitionen in Erneuerbare Energie betragen heute ca. 40 Mrd. € jähtlich (!). Wenn nur 10% davon in die Wasserstoffwirtschaft investiert würden, wäre die Wasserstoff-Infrastruktur in 10 Jahre komplett installiert. Für die Erlangung der politischen und wirtschaftlichen Unabhängigkeit, sowie zur Verwirklichung eines vollen Umwelt- und Klimaschutzes, ist lediglich eine intellektuelle Anstrenung erforderlich - keine zusätzlichen Milliarden €.

DESERTEC -Vergleich

Unter Führung der Münchener Rückversicherung soll künftig 15% des europäischen Stroms aus der Wüste kommen. Die Kosten werden mit 400 Mrd. € angegeben.

das sind 800 €/Person für 3,6% der Endenergie. Die Wasserstoffwirtschaft erfordert 400 €/Person für 100% der Endenegie.

aktualisiert am 18.03.2010

Die öffentliche Meinung hat nichts mit Wahrheit zu tun, sondern mit Herrschaft

Die Installation einer kompletten Infrastruktur für Bio-Wasserstoff kostet uns lediglich eine interlektuelle Anstrengung - mehr nicht.

Das DESERTEC-Projekt ist der Versuch, eine den Erneuerbaren Energien innewohnende  dezentrale Struktur in eine zentrale Struktur zu zwängen - zum Machterhalt der heutigen Energieversorger.