Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle

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© Karl-Heinz Tetzlaff

Industriepolitik

Politik und Gesellschaft erwarten von der Industrie eine Lösung der drängenden Energiefrage. Ganz oben auf der Wunschliste stehen die größere Unabhängigkeit vom Öl und die Vermeidung des Treibhauseffektes. Diese Aufgaben kann eine Wirtschaftsideologie aus sich heraus nicht erfüllen. Eine Marktwirtschaft versucht durch Erfüllung individueller Kundenwünsche das betriebswirtschaftliche Ergebnis zu steigern.

Die am Gemeinwohl orientierte Erwartungshaltung ist mit dem privatwirtschaftlichen Unternehmenszweck “Geld zu machen” nicht zur Deckung zu bringen. Wir glauben aber fest daran, obwohl die Finanzkriese von 2008 einigen von uns an “der Weisheit der unsichtbaren Hand des Marktes” (Adam Smith) hat zweifeln lassen.

Die Energiewirtschaft wird keine Technologien vorschlagen, die ihre wirtschaftliche Existenz gefährden könnten. Die Einführung der günen Wasserstoffwirtschaft auf Basis Biomasse ist so ein Fall. Sie ist die erste grüne Energie, die der atomar/fossilen Energiewirtschaft Konkurrenz machen kann.

Es bleibt damit abzuwarten, ob die Unternehmensführungen den Untergang ihrer Unternehmen mit Abwehrschlachten begleiten werden oder die Flucht nach vorn antreten.

In der verarbeitenden Industrie gibt es durchaus ein Interesse an langfristig billiger Energie mit garantierter Versorgungssicherheit. Die Verbände halten aber “unverbrüchlich” an der Partnerschaft mit ihren Energieversorgern fest. Wer wen in der Hand hat ist offensichtlich. Hier wäre ein starker Staat gefordert, der die Interessen im Sinne des Gemeinwohls auszubalanzieren in der Lage ist.

aktualisiert am 18.03.2010

Die Energiewirtschaft ist nicht dazu da, die Menschheit zu beglücken, sie macht uns aber glauben, dass sie das tut

Die Energiewirtschaft erhört unsere Bitten, wenn sie dadurch den Gewinn steigern kann

Es ist unrealistisch, von der Energiewirtschaft Vorschläge zu erwarten, die ihren eigenen Untergang einleiten

Energie ist für eine Volkswirtschaft zu wichtig, als dass man sie allein dem Markt überlassen kann