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Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle |
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© Karl-Heinz Tetzlaff |
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Wenn man realisiert hat, dass eine solare Wasserstoffwirtschaft auf Basis Biomasse eine wünschbare Zukunft ist, dann sieht man auf dem
Energiesektor so manche Entwicklung als Fehlentwicklung an.Es lassen sich im Wesentlichen drei Richtungen von Fehlentwicklungen unterscheiden:
- Weiterentwicklung von künftig überflüssigen Technologien
- Anwendung des alten Denkens auf die Wasserstoffwelt
- Wasserstoffverhinderungs-Strategien
Zur ersten Kategorie gehören die traditionellen Techniken der Energiewirtschaft und die Technologien für Erneuerbare Energien. Beispielsweise:
- Wirkungsgrad-Offensive der Stromwirtschaft
- Energieträgerwechsel zu Erdgas
- Netzverstärkung und Qualifizierung zur Aufnahme von Windenergie
- Direkte Stromherstellung mittels Sonne, Wind und Wasser
- Stromherstellung aus Biomasse mittels thermodynamischer Maschinen (Turbinen, Motoren)
- Biodiesel, synthetische Treibstoffe (BTL, GTL)
- Energiesparmaßnahmen, soweit sie über das wirtschaftliche Maß weit hinaus gehen
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Dieses “weiter-so-Denken” ist weit verbreitet. Die stetige technische Verbesserung wird dann oft als großer Durchbruch
gefeiert. Dabei betreiben die Ingenieure nur “Rillenoptimierung” in engen Fachgebieten. Schon die Universitäten sind in unzählige Fachrichtungen zersplittert. Für Querdenker gibt es keine einzige.
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Viele behandeln das Stromnetz als gottgegeben, also als ein unabänderliches Naturgesetz. Dabei ist diese Struktur nur
eine von vielen technischen Möglichkeiten für die Bereitstellung elektrischer Energie. Unzeitgemäße Strukturen können durchaus untergehen. Mit altem Denken ist gemeint, dass die Akteure die neue Natur der Wasserstoffwelt nicht verstanden
haben oder sich nicht vorstellen können, dass die vorhandene Infrastruktur aus Großkraftwerken und Stromnetzen sich zu ihren Lebzeiten radikal ändern könnte. Sie übersehen beispielsweise:
- Eine bezahlbare solare Wasserstoffwirtschaft ist keine Strom-Wasserstoff-Wirtschaft sondern eine Gaswirtschaft
- Die Umwandlung des neuen Sekundärenergieträgers Wasserstoff in Strom und Wärme ist konsequent dezentral in KWK
- Die thermochemische Erzeugung (Vergasung) erfolgt regional in industrieellem Maßstab und nicht im Keller oder auf dem Hinterhof.
- Eine solare Wasserstoffwirtschaft mit Brennstoffzellen ist wegen des permanenten Stromüberschusses eine wärmegeführte Energiewirtschaft ohne Verluste bei der Energiewandlung
- Strom ist unverkäuflich, weil jeder zu viel davon hat
- Die Energieverteilung über ein Rohrnetz ist sehr viel billiger als über ein Stromnetz
- Der Primärenergiebedarf wird mehr als halbiert
Der Irrglaube, eine Wasserstoffwirtschaft sei eine Strom-Wasserstoffwirtschaft, ist auch in wissenschaftlichen Kreisen weit verbreitet und Grundlage von Fehlentscheidungen der Regierung. Das ist auch
nachvollziehbar, weil unter dieser Prämisse der Wasserstoff immer teurer sein muss als der Strom aus dem der Wasserstoff erzeugt wurde. Aus dem alten Denken heraus werden z. B. Brennstoffzellen so
behandelt, als seien sie Ersatz für die Kraftwerke. Sie müssen dann groß sein und vor allem einen Wirkungsgrad aufweisen, der über dem Wirkungsgrad der besten Kraftwerke liegt, weil es sich sonst nicht
lohnt. Das folgende Bild illustriert die Jagd nach falschen Zielen. |
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Bei diesem alten Denken haben nur große Brennstoffzellen vom Typ MCFC und SOFC eine Chance, aber auch nur, wenn man sie mit
bestehender Kraftwerkstechnologie (GUD) verschaltet. Es wird übersehen, dass auch die neue Art von Großkraftwerken gegen die kleinen Brennstoffzellen vom Typ PEMFC nicht wettbewerbsfähig sein können, auch
nicht bei 100% Wirkungsgrad, 0 € Investitionskosten und 0 € Brennstoffkosten.Es wird übersehen, dass es auf einen hohen Wirkungsgrad von dezentralen Brennstoffzellen in den allermeisten Fällen nicht
ankommt. Strom ist unverkäuflich. Jeder hat selbst zu viel davon. |
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Während die beiden oben behandelten Punkte von ungenauem Denken (im Sinne von Carl Friedrich von Weizsäcker) herrühren, offenbart
der folgende Punkt intelligente interessengeleitete Hinterlist. |
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Die Verhinderungsstrategien zielen darauf ab, die positiven Eigenschaften von Wasserstofftechnologien zu eliminieren.
- Speicherfähigkeit von Wasserstoff verhindern
- Zugang von Erneuerbaren Energien zum Wasserstoff verhindern
- Hohe Dynamik (Regelbarkeit von 0 auf 100% in Millisekunden) und hohen Wirkungsgrad von Brennstoffzellen unmöglich zu machen
- Ablenkungsstrategien für Erneuerbare Energien
Diese Strategien sollen die bestehende Infrastruktur und die verwendeten fossilen Energieträger schützen und dem Wasserstoff den Zutritt verwehren. Ziel dieser Strategie ist es zu zeigen, dass die
Brennstoffzelle nirgends herausragende Fähigkeiten habe. |
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Im stationären Bereich zielen die Wasserstoff-Verhinderungsstrategien darauf ab, den Wasserstoff nicht in das Erdgasnetz
zu lassen, schon gar nicht in einer für Brennstoffzellen direkt nutzbaren reinen Form. Für die Erzeugung von eigenem Strom ist der Kunde dann immer auf eine vorgeschaltete kleine Wasserstoff-Fabrik
(Reformer) und auf ein großes Stromnetz angewiesen. Durch den vorgeschalteten Reformer gehen die einzigartigen dynamischen Fähigkeiten und der hohe Wirkungsgrad der Brennstoffzelle verloren - ganz im Sinne
der Gas- und Stromkonzerne. Dass die Brennstoffzelle durch den vorgeschalteten Reformer kastriert wurde, wird geflissentlich übersehen. Und schön teuer bleibt das auch. Damit wird zugleich der Zugang aller
Erneuerbaren Energien zu effizienten Wasserstofftechnologien unmöglich gemacht. So wird durch eine Erdgasleitung auf ewig Erdgas stömen. Toll! Fast alle glauben nun, dass eine Brennstoffzelle auch mit Erdgas
“arbeiten” kann. Wozu braucht man dann noch Wasserstoff? Für wahr, eine treffliche Strategie!Für die Brennstoffzelle im Auto wurde zunächst die gleiche Strategie gefahren. Die Strategie konnte
aber nicht weltweit verteidigt werden. Der Reformer vor der Brennstoffzelle ist nun gestorben. Den Ölkonzernen ist etwas besseres eingefallen: BTL (Biomass to Liquid), ein flüssiger Treibstoff aus beliebiger
Art von Biomasse. Mit BTL hoffen sie Politik und Öffentlichkeit vom Wasserstoff abzubringen, was ihnen bisher auch gelungen ist. Der neue Treibstoff passt wunderbar in die alte Infrastruktur und stellt auf
absehbare Zeit keine Gefahr für die Ölkonzerne dar, weil er so schön teuer ist. In der Schaltzentrale dieser BTL-Technologie sitzt ein Mann von der Ölindustrie - von Halliburton (Big Frend of Mr. Cheny). Ein
Schelm wer Böses dabei denkt! |
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Aus Synthesegas kann man so ziemlich alles herstellen. Zu den einfachen Verfahren gehört die Herstellung von Methan
(synthetisches Erdgas, CH4). Wegen fehlender Infrastruktur für Wasserstoff werden die Akteure wohl noch auf die Idee kommen, anstelle von Wasserstoff dieses CH4 durch Themochemische Vergasung Biomasse
herzustellen. Es ist ja auch verlockend. Und außerdem, man muss nur den Katalysator wechseln und schon hat man den Shift-Reaktor zur Herstellung von Wasserstoff. Wenn ein solches Vorhaben in einem festen
Zeitrahmen zur Schaffung einer Wasserstoff-Infrastruktur eingebunden ist, kann man das noch akzeptieren. Auf diese Weise lassen sich die Steam-Reformer optimieren.Wenn man aus Synthesegas
Kohlenwasserstoffe herstellt, ist das mit einem deutlich höheren Energieverlust verbunden als bei der Herstellung von Wasserstoff. Außerdem ist man stets an verlustreiche Technologien, wie Motoren und
Turbinen, zur Energieumwandlung gekettet. Auf diese Weise wird die Effizienz unserer Energiewirtschaft noch schlechter als heute. Man kann mit
Sicherheit davon ausgehen, dass sich andere Volkswirtschaften teure Umwege und Sackgassen nicht leisten werden. Das Eingehen auf die dargestellten Verführungen bringt also nur Nachteile. Früher oder später
müssen wir uns doch auf die Wasserstoffwirtschaft besinnen. Die besten Plätze sind dann aber besetzt. |
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aktualisiert am 18.03.2010 |
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Die Energiewirtschaft hat eine Triade zur Abwehr des Wasserstoffs geschaffen |
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1. weiter so |
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2. ungenaues Denken |
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3. Ablenkungsmanöver |
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Vorsicht:
Es handelt sich hier nicht nur um einen technischen Disput. Die Antiwasserstoff Strategien der Energiewirtschaft führen geradewegs in den Krieg |
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Verführungen |
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