Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle

Home
Vision
Wasserstoff
Wasserstoff-Herst.
Kleinvergaser
Brennstoffzellen
Infrastruktur
Effizienz
Energiepflanzen
Stoffkreislauf
Erträge
Einkommen
Naturschutz
Wasser u. Energie
Chemie-Industrie
Bio-Potenzial
Energiekosten
Investitionen
wärmegeführte E.
Erneuerbare E.
Alte Energien
Industriepolitik
Wasserstoff-Politik
EEG
EEG als Goldesel
Strategie
Fehlentwicklung
WTO + IWF
pro u. kontra H2
Buch
Downloads
Impressum

© Karl-Heinz Tetzlaff

Effizienz der Energiewirtschaft

Die Güte einer Energiewirtschaft ist am einfachsten an der Effizienz ablesbar. Diese gibt Auskunft darüber, ob mit der Primärenergie verschwenderisch oder sparsam umgegangen wird. Derzeit wird in Deutschland nur ca. 35% der Primärenergie in genutzten Strom und genutzte Wärme umgewandelt. Das kann die solare Wasserstoffwirtschaft auf der Basis von Biomasse besser.

Abbild 1: Energiewirtschaft  DE 2007

* Quelle: BWK61, 6/2009 korrigiert von 4400 auf 4600 PJ (Strom=Nutzenergie)

Die hohe Effizienz der Wasserstofftechnologien reduziert den Bedarf an Primärenergie um 75%

2/3 der Nutzenergie stehen in Form von Strom zu Verfügung

Abbildung 2: Wasserstoffwirtschaft  DE  in 2030 vollendet

Die solare Wasserstoffwirtschaft hat eine Energie-Effizienz von ca. 92%. Das ist ein gewaltiger Unterschied zu einer konventionellen Energiewirtschaft. Die Nutzenergie ist in in einer Wasserstoffwirtschaft kleiner weil (a) in einer Wasserstoffwirtschaft Effizienzgewinne möglich sind, die es in der heutigen Energiewirtschaft nicht gibt und (b) mit einer Einsparung von 0,5%/A bis 2030 ausgegangen wird. Das hat Auswirkungen auf die Energiepreise und das im Lande verfügbare Potential. Hier ist außer Biomasse noch Solarstrom mit 1000 PJ (50% der derzeitigen Stromerzeugung) berücksichtigt.

Aus dem obigen Abbild lässt sich errechnen, dass zur Vollversorgung eine Primärenergie von ca. 2310 PJ in Form von Biomasse ausreicht, in  Deutschland alle atomaren und fossilen Energien zu ersetzen. Etwa 2000 PJ können dabei aus Land- u. forstwirtschaftlichen Reststoffen und sonstigen Abfällen bereitgestellt werden. Etwa 600 PJ können aus landwirtschaftlichen Reststoffen gewonnen werden, die mit bestehenen Technologien nicht verwertbar sind und deshalb statistisch nicht erfasst sind. Die Nutzung von Energiepflanzen ist also nicht erforderlich, es sei denn, man schränkt den Zubau von Windkraftanlagen und PV-Modulen ein. Die in Deutschland verfügbare Ackerfläche für Energiepflanzen würde auch ausreichen, die gesamte Energie zu erzeugen.

In einer auf Biomasse gegründeten Energiewirtschaft gibt es noch eine andere Form von Effizienz. Das ist die Effizienz des Ackerbodens. Dieser Aspekt soll an den beiden folgenden Abbildungen verdeutlicht werden.

Die in den letzten Jahren gebauten Biomassekraftwerke sind auf trockenes Material angewiesen. Dafür kommt eigentlich nur Holz in Frage. Bei durchschnittlichen Erträgen von 8 t/ha und einem Gesamtwirkungsgrad von ca. 25% ergibt sich eine Energieausbeute von 10 MWh je Hektar. Mit Energiepflanzen (20 t/ha) ergibt sich in einer Wasserstoffwirtschaft dagegen eine Energieausbeute von mehr als 93 MWh/ha. In 20 Jahren wird die Ausbeute bei mehr als 200 MWh/ha liegen.

Mit der Ernte eines Hektars Raps, umgearbeitet zu Biodiesel, kann ein Fahrzeug ca. 20 000 km fahren. Mit FT-Diesel aus Biomasse (BTL) schon deutlich mehr. Mit Wasserstoff können über 40 Fahrzeuge bei gleicher jährlicher Fahrleistung von einem Hektar “ernährt” werden. In 20 Jahren werden es über 100 sein.

Bildlich gesprochen, können Sie mit einem 100 Quadratmeter-Gärtchen Ihr Auto gut “ernähren”. Das Gärtchen entspricht etwa der Grundfläche Ihrer Wohnung. So wirken technische und biologische Effizienz zusammen! Sie können also mit einer bescheidenen “Grundausstattung” Ihr eigener Ölscheich werden.

Ein Energiegärtchen ist jedenfalls eine bessere Alternative als seine Kinder im “Krieg um Öl” verbluten zu lassen.

aktualisiert am 11.11.2009

Zur hohen technischen Effizienz gesellt sich eine hohe biologische Effizienz

Schwerter zu Pflugscharen