 |
 |
|
Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle |
|
 |
|
|
|
|
© Karl-Heinz Tetzlaff |
|
 |
 |
 |
 |
 |
 |
|
 |
|
|
|
 |
|
|
|
Das Gesetz über den Vorrang Erneuerbarer Energien, wie das EEG offiziell heißt, ist vereinfacht gesagt, ein Strom-EEG. Es
fördert ohne Rücksicht auf ökonomische Aspekte die Herstellung von Strom aus allen Formen von Erneuerbaren Energien. Konkurrenz der Erneuerbaren Energien untereinander wird nicht zugelassen. Dafür sorgt die
unterschiedliche Höhe der Förderung. Die Mehrkosten werden auf die Stromkunden umgelegt. Das EEG ist ein hervorragendes Gesetz. Es ist sogar ein internationaler Exportschlager geworden, zu Recht. Es
zeigt zugleich, dass eine Politik gegen die Interessen der Energiewirtschaft (noch) möglich ist. Kann man von diesem Erfolg in Bezug auf Wasserstoff etwas lernen? |
|
|
|
 |
|
|
|
Leider wird mit dem EEG genau diejenige Infrastruktur gefördert, die man in einer Wasserstoffwirtschaft auf Basis Biomasse
morgen nicht mehr braucht. Man braucht weder die Strom-Infrastruktur noch die Stromtechnologien, die man heute mit viel Geld fördert. Man kann das EEG natürlich für die Entwicklung von
Vergasungsanlagen nutzen. Wasserstoff oder Synthesgas lassen sich vor Ort oder dezentral in Kraft-Wärme-Koplung zur Stromproduktion mit Brennstoffzellen oder Gasmotoren nutzen. Dabei sind Brennstoffzellen in
der Anschaffung billiger (50 €/kW) und effizienter (60%) als Gasmotoren. Bei der Stromeinspeisung nach EEG kann man das EVU zwingen das Stromnetz auszubauen. Wenn die Wasserstoffwirtschaft mit dieser
Starthilfe erfolgreich ist, braucht man das gerade ausgebaute Stromnetz nicht mehr. Das ist nicht gerade die feine Englische Art. Wie das geht, wenn man das eben gescholtene EEG dazu missbraucht, um die
Wasserstoffwirtschaft zu entwickeln, sehen Sie hier. Wenn man die Wasserstoffwirtschaft fördern möchte, wäre ein spezielles Gesetz dafür sinnvoller. Andererseits braucht eine Wasserstoffwirtschaft nicht unbedingt einen
staatliche Förderung über die Energiepreise. Nötig ist lediglich eine Starthilfe bei der Entwicklung der Vergaser und eine Regelung, die dem Wasserstoff einen Zugang zum bestehenden Erdgasnetz ermöglicht.
Da man eine Wasserstofffabrik nicht beliebig klein bauen kann, beträgt die Investition in eine erste Versuchsanlge etwa 50 Mio. €. Zu viel für einen Mittelständler, aber lächerlich wenig für eine endgültige
Lösung der Energie- und Klimafrage. |
|
|
|
aktualisiert am 18.03.2010 |
|
|
 |
 |
 |
 |
 |
|
Das EEG ist eine Erfolgsstory |
|
|
Lässt sich der Erfolg des EEG in Bezug auf Bio-Wasserstoff kopieren? |
|
|
|
Ein Wasserstoff-EEG würde genau diejenigen Strukturen überflüssig machen, die mit dem Strom-EEG gestärkt werden |
|
|
Mit dem EEG wird jeder Ansatz einer Wasserstoffproduktion bereits im Keim erstickt |
|
|
Ein freier Unternehmer hätte eine hohe Markteintrittsschwelle zu überwinden und würde sich alsbald in einem maffiösen Umfeld
wiederfinden |
|