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Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle |
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© Karl-Heinz Tetzlaff |
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Fast der gesamte sogenannte Nichtenergetische Energieverbrauch
wird von der Chemie-Industrie beansprucht. Basis dieses Industriezweiges war früher die Kohle, heute ist es Öl und Gas, morgen könnte es Biomasse sein. Die Produktpalette
wird durch die Rohstoffbasis kaum beeinflusst. Am Anfang der Synthese stehen immer kleine Moleküle, wie sie typischerweise im Synthesegas enthalten sind oder aus Synthesegas hergestellt werden können. Am einfachsten lässt sich Synthesegas aus CO2 und H2 herstellen (CO
2+H2=CO+H2O). Ein beträchtlicher Teil der Chemieprodukte wird heute aus Naphta (Rohbenzin) hergestellt. Ein ähnliches Ausgangsprodukt wie Naphta aus Synthesegas herzustellen,
ist bei gleichem Energiepreis von Öl und Biomasse nicht wirtschaftlich. Es gibt auch intelligentere Wege, um mit CO2 und H2 schnell ganz nahe an das Zielprodukt heranzukommen. Für die Zukunft der Chemie
haben CO2-Lagerstätten also eine große Bedeutung. Bei einem Ölpreis von 24 €/bbl und einem Biomassepreis
von 73 €/t (Energieäquivalent von 24 €/bbl Rohöl) hat die chemische Industrie keine Vorteile bei der Nutzung von Biomasse. Sie wird also keine Vorreiterolle übernehmen. Aus diesem Grunde wird die energetische und die nichtenergetische Nutzung der Biomasse auf dieser Website getrennt betrachtet. Bei Rohölpreisen von mehr als 37 €/bbl (Im Juli 2006 lag der Preis bei 70 €/bbl) wird eine nachhaltige Rohstoffbasis für die chemische Industrie aber schon interessant.
Würde die Energieversorgung auf Biomasse umschwenken, müsste die chemische Industrie diesem Trend früher oder später folgen.
Wenn die Kosten der Erdöl- und Erdgas-Infastruktur nur der Chemie angelastet würden, hätte sie ein Problem, auch wenn es Öl an der Quelle fast umsonst gäbe. |
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Bei der Umstellung auf Biomasse könnte die chemische Industrie die vorhandene Infrastruktur aus H2 und CO2 optimal nutzen. Die gesamte
Produktpalette ist dann aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Am Ende ihrer Lebenszeit würden diese Produkte, beispielsweise Kunststoffe, in der Vergasungsanlage wieder zu CO2 und H2 umgearbeitet. Das
ist ein perfektes Recycling. Mit dieser nachhaltigen grünen Rohstoffbasis würde die chemische Industrie auch eine bessere öffentliche Akzeptanz finden. |
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aktualisiert am 09.04.2009 |
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Der neue Chemierohstoff ist CO2 |
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Die chemische Industrie wird keine Vorreiterrolle bei nachwachsenden Rohstoffen einnehmen |
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Die Chemische Industrie wird aber der Bio-Energiewirtschaft folgen |
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So einfach kann Chemie sein |
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Energiewirtschaft und chemische Industrie nutzen gemeinsam die gleiche simple Infrastruktur |
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Ein perfektes Recycling |
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