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Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle |
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© Karl-Heinz Tetzlaff |
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Fast der gesamte sogenannte Nichtenergetische Energieverbrauch
wird von der Chemie-Industrie beansprucht. Basis dieses Industriezweiges war früher die Kohle, heute ist es Öl und Gas, morgen könnte es Biomasse sein. Die Produktpalette
wird durch die Rohstoffbasis kaum beeinflusst. Am Anfang der Synthese stehen immer kleine Moleküle, wie sie typischerweise im Synthesegas enthalten sind oder aus Synthesegas hergestellt werden können. Am einfachsten lässt sich Synthesegas aus CO2 und H2 herstellen (CO
2+H2=CO+H2O). Ein beträchtlicher Teil der Chemieprodukte wird heute aus Naphta (Rohbenzin) hergestellt. Ein ähnliches Ausgangsprodukt wie Naphta aus Synthesegas herzustellen,
ist bei gleichem Energiepreis von Öl und Biomasse nicht wirtschaftlich. Allerdings ist Erdöl heute 3mal teurer als Biomasse. Ein Umstieg würde sich also schon heute lohnen. Da wir “peak-oil” schon 2006
gehabt haben, kann Öl nur noch teuer werden. Es gibt auch intelligentere Wege, um mit CO2 und H2 schnell ganz nahe an das Zielprodukt heranzukommen. Für die Zukunft der Chemie haben CO2-Lagerstätten also
eine große Bedeutung. Der Chemie fällt zur Zeit nichts anderes ein als die alte Rohstoffbasis Braunkohle zu reaktivieren. Es gibt vom Forschungsministerium dafür Zuschüsse von ca. 100 Mio. €, allein für
die Region Leuna. Dabei ist absehbar, dass auch die Braunkohle dem allgemeinen Trend der steigenden Energiepreise folgen wird. Würde die Energieversorgung auf Biomasse umschwenken, müsste die
chemische Industrie diesem Trend früher oder später folgen.
Wenn die Kosten der Erdöl- und Erdgas-Infastruktur nur der Chemie angelastet würden, hätte sie ein Problem, auch wenn es Öl an der Quelle fast umsonst gäbe. |
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Bei der Umstellung auf Biomasse könnte die chemische Industrie die vorhandene Infrastruktur aus H2 und CO2 optimal nutzen. Die gesamte
Produktpalette ist dann aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt. Am Ende ihrer Lebenszeit würden diese Produkte, beispielsweise Kunststoffe, in der Vergasungsanlage wieder zu CO2 und H2 umgearbeitet. Das
ist ein perfektes Recycling. Mit dieser nachhaltigen grünen Rohstoffbasis würde die chemische Industrie auch eine bessere öffentliche Akzeptanz
finden. Den Anfang könnte man mit grünem Stickstoff aus Bio-Wasserstoff machen, der im Biolandbau reißenden Absatz finden wird. |
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aktualisiert am 06.05.2011 |
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Der neue Chemierohstoff ist CO2 |
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Die chemische Industrieist dabei die Zukunft zu verspielen. |
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Die Chemische Industrie wird aber der Bio-Energiewirtschaft folgen |
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So einfach kann Chemie sein |
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Energiewirtschaft und chemische Industrie nutzen gemeinsam die gleiche simple Infrastruktur |
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Ein perfektes Recycling |
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