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Ein Ausweg aus der Öl-, Klima-, und Kostenfalle |
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© Karl-Heinz Tetzlaff |
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Etwa 80% unserer Nahrungsmittel landen im Futtertrog. Der Zweck ist die Produktion von
Eiweiß. Wir essen Eiweiß nicht nur weil uns das gut bekommt oder gut schmeckt. Unser Körper braucht das auch. Vor allem brauchen wir einige Aminosäuren und Vitamin B12, die unser Körper
nicht selbst herstellen kann. Bei Vitamin B12 Mangel würden wir schwer erkranken (Nerven, Gehirn). Die Frage ist nur, ob wir wirklich große Tiere züchten müssen, um Eiweiß zu erhalten. Nach dem heutigen
Stand von Wissenschaft und Technik lautet die Antwort: nein. |
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Mikroorganismen haben ein sehr hohes Wachstumstempo. Üblicherweise werden Hefen und Bakterien genutzt. Ein Gramm dieser Kleinst-Tiere ist
innerhalb eines Tages zu mehr als 10 Tonnen hochwertiger eiweißreicher (80%) Nahrung herangewachsen. Diese Tiere benötigen zum Wachstum nur einen Behälter, in dem ihre Nahrung, das Substrat, herumschwimmt.
Zum Leben brauchen sie, wie wir, Sauerstoff. Biomasse ist als Substrat nicht gut geeignet, weil es zu viel schwer verdauliche Zellulose enthält. Die Zellulose kann mit einem Vergaser in CO2 und Wasserstoff
zerlegt werden. Diese Ausgangsstoffe sind für Bakterien gut verdaulich, entweder direkt oder aus Substanzen, die man daraus synthetisieren kann, z. B. Methan oder Alkane (synthetischer Diesel). Die
allgemeine Umsatzgleichung lautet:Substrat+O2+NH3+Mineralien = SCP+CO2+H2O+Wärme |
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Die Infrastruktur von Bio-Wasserstoff ist für diesen Prozess wie geschaffen. Da nur genau bemessene sehr reine Grundsubstanzen verwendet werden,
erhält man am Ende auch ein sehr reines Produkt
mit einem Eiweißgehalt von 50-85%. Die Produktion läuft unter sterilen Bedingungen ab. Krankheitserreger und Giftstoffe können dann nicht mehr in unsere Nahrungskette gelangen. Mikroorganismen können bei der Aufzucht und bei der Schlachtung auch nicht gequält werden, weil das biologisch unmöglich ist. So erhalten wir ein Nahrungsmittel, das allen ethischen Ansprüchen genügt und dessen gleichbleibende
Qualität garantiert
werden kann. Es ist ein Prämium-Produkt, für das Eingeweihte heute bis zu 200 €/kg bezahlen. Bei Großproduktion wird SCP sehr viel weniger kosten als unser heutiges Eiweiß von Großtieren. |
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Die obige Abbildung zeigt, dass Mikroorganismen außerordentlich gute Futterverwerter sind. Aus einem kg beliebiger Biomasse werden ca. 0,7 kg
Eiweiß hergestellt. Im Jahre 2020 werden wir voraussichtlich 30 t/ha Eiweiß ernten können. Bei Sojabohnen sind es heute 1,1 t/ha Eiweiß. Bitte beachten Sie, dass pflanzliches Eiweiß kein Vitamin B12 enthält.
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Würden wir unseren Eiweißbedarf über Kleinst-Tiere decken, würden wir beim Spaziergang kaum noch auf Felder treffen, auf denen Nahrungsmittel
angebaut werden. Fast die gesamte landwirtschaftliche Fläche stünde für den Anbau von Energiepflanzen zur Verfügung.Die Frage, ob wir Eiweiß durch Großtiere oder “Kleinsttiere” erzeugen sollten, berührt
auch ethische Fragestellungen. Unsere Urenkel werden sicherlich eines Tages schockiert sein, wenn sie hören, dass ihre Vorfahren riesige Tiergefängnisse und Schlachthöfe betrieben haben. Würde man
alles CO2 aus der Produktion von Wasserstoff zu SCP umarbeiten, könnte man dreimal so viel Menschen mit Eiweiß nach unserem Standard versorgen wie heute auf dem Planeten leben. Politisch ist das natürlich
Unfug. Es zeigt aber den Wert der neuen Kohlenstofflager (CO2). Energie werden wir immer haben, Kohlenstoff könnte eines Tages knapp werden. |
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aktualisiert am 06.10.2010 |
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Durch eine effizientere Produktion von gesundem Eiweiß steht für Energiepflanzen mehr Ackerfläche zur Verfügung |
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Produktion von Eiweiß mit CO2 und Wasserstoff |
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Qualitäts-Eiweiß ethisch einwandfrei produziert |
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Premium-Qualität zum Discount-Preis |
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Hohe Futtermittelausbeute |
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Die für Nahrungsmittel erforderliche landwirtschaftliche Fläche würde durch das “Ethische Eiweiß” dramatisch kleiner werden. Die frei
werdende Fläche stände für Energiepflanzen und Naturparks zur Verfügung. |
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Unserer Verantwortung gegenüber Mitgeschöpfen gerecht werden |
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Unser Globus kann viel mehr Menschen ernähren als die Politiker uns glauben machen wollen |
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